Mongoloid, Downie, Triso und andere politisch unkorrekte Bezeichnungen

Frank Erz schreibt im Downsyndromblog 

Über den SAT-1 Filmtitel „Die Mongolettes“ habe schon einige Menschen aus dem Umkreis der direkt oder indirekt Betroffenen diskutiert. Und gemeint ist hier tatsächlich der Titel und nicht der Inhalt des Films.

Im Film selbst gründen Menschen mit Down-Syndrom eine Band und geben ihr den Namen „Die Mongolettes“. Aus ihrer Sicht wohl eine selbstironische Wahl, sofern wir vergessen, dass ein Film Fiktion ist und einem Drehbuch folgt.

Die Diskussion um den Titel begründet sich in der unseligen Geschichte des Wortes mongoloid. Der Neurologe John Langdon-Down (wegen diesen Namens heißt es Down-Syndrom und viele wünschen er hätte Langdon-Up geheißen) bezeichnete das von ihm beschriebene Syndrom als mongoloide Idiotie. Und das tat er, wegen der Ähnlichkeit der Gesichtsmerkmale mit den ethnischen Gruppen der Mongolen.

Dass heute mongoloid nicht mehr politisch korrekt ist, liegt an der Bitte der Mongolei, den Begriff nicht mehr zu benutzen. Man darf dabei nicht vergessen, dass die Mongolei dabei nicht an die Diskriminierung der Menschen mit Down-Syndrom dachte, sondern an die Diskriminierung von mongolischen Menschen, denen dadurch eine geistige Beeinträchtigung als Vorurteil begegnete (oder begegnen konnte).

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