Miteinander-Preis 2014: And the winner is…

… die inklusive Nachmittagsbetreuung am Schulstandort Schrobenhausener Straße.

Im Rahmen einer Festveranstaltung im Schloss Nymphenburg zeichnete Bayerns Sozialministerin Emilia Müller am 20.10.2014 sieben besonders gelungene Projekte zur Inklusion von Menschen mit Behinderung mit dem Bayerischen Miteinander-Preis 2014 aus. Die Ministerin gratulierte den Preisträgern und dankte ihnen für ihr herausragendes Engagement auf dem Gebiet der Inklusion.

»Bayern treibt die Verwirklichung des Inklusionsgedankens im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention kräftig voran. Dafür braucht es die Anstrengungen aller gesellschaftlichen Akteure. Denn eine inklusive Gesellschaft, in der Menschen mit Behinderung ganz selbstverständlich gleichberechtigt und selbstbestimmt teilhaben können, betrifft die unterschiedlichsten Lebensbereiche: Arbeit, Wohnen, Bildung, Sport, Kultur, Ehrenamt und viele mehr. Die Preisträger beeindrucken mit ihren innovativen Lösungsansätzen und mit ihrem herausragenden Engagement. Sie sind leuchtende Vorbilder und zeigen, dass in Bayern die ‘Zukunft Inklusion’ auf einem guten Weg ist. Ich hoffe, dass die Preisträger viele Nachahmer finden«, so die Ministerin.

Preisträger des Regierungsbezirks Oberbayern ist das Modellprojekt »Inklusive Nachmittagsbetreuung« der Grund- und Mittelschule an der Schrobenhausener Straße, München-Laim, in Kooperation mit der Otto-Steiner-Schule. Hier wurde eine gemeinsame Nachmittagsbetreuung für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung zusammen mit dem privaten Förderzentrum für geistige Entwicklung Otto-Steiner-Schule geschaffen. Gemeinsam besuchen Kinder mit und ohne Behinderung nicht nur den Unterricht in inklusiven Partner- und Tandemklassen, sondern werden im Anschluss an die reguläre Unterrichtszeit auch gemeinsam am Nachmittag betreut. Dabei stehen den Schülern mit Behinderung je ein Heilpädagoge und ein Kinderpfleger zur Verfügung. Das Ziel, miteinander und voneinander auch außerhalb der Schule zu lernen, wird durch die gemeinsamen Aktivitäten wie Mittagessen, Hausaufgaben Erledigen und Spielen gefördert.