Down Syndrom: „Eltern werden entmündigt“

 Kreis Warendorf (gl) – „Eltern von behinderten Kindern werden entmündigt“, so überschreibt die Sprecherin der Selbsthilfegruppe Down-Syndrom für den Kreis Warendorf, Ulla Huerkamp, den Fall, der die Gruppe im vergangenen Jahr stark beschäftigt hat. In ihrem Bericht zieht sie Bilanz.

Die Einschulung von Ahmad Abo-Rashed und Marlon Ambrose stand an, beides Kinder mit Down-Syndrom. Die Eltern hatten sich für den „Gemeinsamen Unterricht“ entschieden, dabei lernen behinderte und nicht behinderte Kinder zusammen. Die Entscheidung beider Familien fiel auf die Augustin-Wibbelt-Grundschule in Vorhelm. Diese Schule arbeitet schon lange mit dem „Gemeinsamen Unterricht“. Beide Kinder wurden dort angemeldet und die Schulleitung stimmte der Einschulung zu. Für Marlon lief alles glatt, aber Ahmad wohnt in Beckum. Da er somit einer anderen Kommune angehört, musste die Familie den Schulweg selbst organisieren. Ulla Huerkamp: „Die Familie war sich dessen bewusst und hatte sich sogar schriftlich dazu verpflichtet.“ 

Schulamt lehnt Einschulung ab…

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