Schau doch meine Hände an. Sammlung einfacher Gebärden zur Kommunikation mit nichtsprechenden Menschen

Autor(en): Verband evangelischer Einrichtungen für Menschen mit geistiger und seelischer Behinderung e.V.
Verlag: Diakonie Verlag, Reutlingen 1997
Schlagwort: Pädagogik

Vorliegende Gebärdensammlung ist in 4 Register aufgeteilt, wobei das erste Register für uns als Eltern eines Kindes mit Down-Syndrom sicher am interessantesten ist. Hier werden die wichtigsten Gebärden für die tägliche Kommunikation alphabetisch in Bildern dargestellt, sodass die Gebärden auch für Laien leicht nachzuahmen sind. Das Register schließt mit der Darstellung zweier verschiedener Fingerzeichensysteme, die sich in der Arbeit mit nichtsprechenden Behinderten neben der Gebärdensprache als nützlich erwiesen haben. Register II geht auf die praktische Arbeit mit der Gebärdensprache ein, welche Voraussetzungen bei den Pädagogen vorhanden sein müssen. Register III zeigt weitere Zeichensysteme (Bildzeichen), die neben den Lautzeichen eingesetzt werden können. Ferner wird die Entwicklung des menschlichen Ausdrucksvermögens kurz angerissen. Im IV. Register findet man Vorschläge für die Gestaltung von Gottesdiensten mit nichtsprechenden Behinderten. Das Buch richtet sich nicht speziell an Menschen mit Down-Syndrom, sondern ist allgemein gehalten. Eltern von kleinen Kindern mit Down-Syndrom, die sich noch im Spracherwerb befinden, kann diese Sammlung von Gebärden sicher sehr nützlich sein. In der Frühförderung Ebersberg haben wir eine Krabbel/Spielgruppe für kleine Kinder mit Down-Syndrom, in der wir die Einführung der Gebärdensprache ausprobieren. Wichtig ist jedoch, die erlernten Gebärden in den Alltag zu übernehmen und möglichst häufig anzuwenden. Dies fällt an manchen Tagen schwerer, an anderen leichter.